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Das Beste kommt zum Schluss: mA1 rockt den Rødspætte Cup

Der allerletzte Auftritt der männl. A-Jugend 1 fand beim Rødspætte Cup im dänischen Frederikshavn statt. Da dort auch noch der Jahrgang 1997 in der A-Jugend spielberechtigt ist, hatten wir uns mit Basti, Silvio, Marvin und Rick Verstärkung aus den Herren geholt. Wir freuten uns auf fünf tolle Tage und hatten uns vorgenommen, das eine oder andere Spiel gegen die starken skandinavischen Gegner zu gewinnen – das Ergebnis waren eine Serie von fünf Siegen in Folge mit vielleicht dem besten Handball, den diese Mannschaft jemals gezeigt hat und der Einzug ins Finale des B-Pokals.

Dabei verlief der erste Tag nicht wirklich in unserem Sinne. Gegen die starken Schweden von Kärra HF 2 mussten wir eine unglückliche 8:9-Niederlage hinnehmen, am Abend setzte es gegen den späteren A-Pokalsieger HF Mors aus Dänemark eine empfindliche 5:24-Pleite. Mit etwas Zählbarem hatten wir nicht gerechnet, dennoch waren beide Spiele irgendwie nicht ganz zufriedenstellend.

Am Samstag ging es für uns somit um eine gute Ausgangsposition für den B-Pokal am Sonntag. Als nächster Gegner warteten die ebenfalls noch sieglosen Lokalmatadoren von SEIF (Strandby-Elling IF) auf uns. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie hatten wir den längeren Atem und setzten uns am Ende mit 15:12 durch. Somit konnten wir völlig befreit ins letzte Spiel gegen den Gruppenzweiten Staal Jørpeland aus Norwegen gehen. Am späten Abend liefen wir zunächst einem Rückstand hinterher, konnten uns aber dank einer starken Abwehr, allen anderen Mannschaften als Unterstützung am Spielfeldrand und einer unglaublichen Leistung von Marvin im Tor am Ende sogar deutlich mit 15:10 durchsetzen. Damit waren wir zwar punktgleich mit dem Gruppenzweiten, mussten uns aber auf Grund der Tordifferenz mit Platz 4 zufriedengeben.

Somit ging es also im B-Pokal weiter – erster Gegner am Sonntagnachmittag war der dänische Eliteklub Rækker Mølle Håndbold. Der Vortag hatte gezeigt, welches Potenzial wir in dieser Konstellation hatten – zudem hatten wir uns an die Backe und die wirklich ausnahmslos hervorragend pfeifenden dänischen Schiedsrichter gewöhnt. In diesem Achtelfinale konnten wir insbesondere im Angriff überzeugen, am Ende stand ein hart erkämpfter 15:13-Erfolg. Mit diesem Sieg hatten wir unsere Erwartungen bereits übertroffen, vielen Spielern steckten die bereits absolvierten Spiele in den Knochen, aber jetzt fing das Turnier an, so richtig Spaß zu machen.

Nächster Gegner im Viertelfinale war Kungälvs HK aus Schweden – und die waren richtig stark, sowohl handballerisch als auch körperlich. Wir gerieten schnell mit 2:5 in Rückstand und nichts deutete darauf hin, dass wir in diesem Spiel eine Siegchance haben sollten. Alle anderen unserer Teams waren zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Turnier ausgeschieden – zum einen natürlich schade, zum anderen aber gut für uns, denn wir konnten auf die lautstarke Unterstützung von hundert Halstenbekern und Schenefeldern zählen, die uns nach vorne peitschten. Es folgte der wohl emotionale Höhepunkt des Turniers – unsere Abwehr stand überragend und wir schafften es tatsächlich, das Spiel zu drehen und mit einem 8:7 als Sieger von der Platte zu gehen.

Am späten Sonntagabend folgte dann das Halbfinale. Gegner war etwas überraschend erneut SEIF und diesmal ließen wir ihnen keine Chance. Auf die zwanzig Minuten mit nur zwei Gegentoren setzten wir nun noch einmal zwanzig Minuten mit nur einem Gegentor. Spätestens beim 8:1 hatten wir die Begegnung zu unseren Gunsten entschieden – am Ende gewannen wir mehr als deutlich mit 14:6. Alle waren zwar komplett platt, aber hochzufrieden mit dem Verlauf des Tages, als wir kurz vor Mitternacht wieder in Strandby in unserer Unterkunft eintrafen.

Das Finale am Montag konnte dann nicht ganz mit den KO-Spielen am Sonntag mithalten – weder handballerisch noch emotional. Gegen unsere Nachbarn vom TSV Ellerbek konnten wir das Leistungsniveau der Vortage nicht ganz halten und lagen trotz schneller 3:1-Führung und erneut leidenschaftlicher Unterstützung durch alle anderen Teams bereits zur Halbzeit zurück. Am Ende unterlagen wir mit 8:12 und mussten den Ellerbekern den B-Pokal überlassen.

Diese Finalniederlage darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir ein absolut sensationelles Turnier gespielt haben, das noch über Jahre in Erinnerung bleiben wird. Die Gänsehautmomente, die wir am Samstag und Sonntag erleben durften, kann uns keiner nehmen. Darauf können wir mächtig stolz sein.

Mit dabei waren: Flo, Marvin, Basti, Silvio, Rick, Dominik, Niklas, Ricky, Jona, Juli Jannik, Topsen, Knud und Jan auf der Platte sowie Iven und Frank auf der Bank.

Zahlreiche Fotos sind ebenfalls online – danke, Karsten!