die letzten 5

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29.01.2018 Frank Unterspann 482/0

Sieg im Spitzenspiel – 2. Herren stellt Weichen in Richtung Landesliga

Das Hinspiel in Altona hatten wir mit zwei Toren verloren, im Verlauf der Saison hatte sich die Spielgemeinschaft als unser härtester Verfolger etabliert, musste aber zum Start der Rückrunde eine empfindliche 12-Tore-Heimniederlage gegen den TSV Ellerbek hinnehmen. Daher war klar, dass Mannschaft von Trainer Michael Weißler bei drei Punkten Rückstand alles in die Waagschale werfen würde, um den Anschluss nicht komplett abreißen zu lassen.

Wir hatten großen Respekt vor den körperlich sehr präsenten Gegenspielern und fanden insbesondere vorne nur schwer in die Partie. So liefen wir früh einem Zwei-Tore-Rückstand (2:4, 11. Minute) hinterher, den wir in Überzahl erstmals egalisieren konnten. Zu wenig Durchschlagskraft und ein mangelndes Rückzugsverhalten ließen uns jedoch erneut mit 8:11 (22. Minute) ins Hintertreffen geraten. Kurioserweise brachte uns ein Team-Time-Out der Gegner wieder ins Spiel – bis zur Pause gelang uns ein 5:0-Lauf, so dass es mit einem 13:11 in die Kabine ging.

Diesen Vorsprung gaben wir zu Beginn des zweiten Durchgangs aber schnell wieder her, bis zum 20:20 (43. Minute) lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Eine doppelte Unterzahlsituation überstanden wir ohne größeren Schaden, jedoch spielten wir im Anschluss unsere Überzahl nicht gut aus – Altona nutzte diese kurze Schwächephase und ging mit 24:22 (52. Minute) in Führung. Nun waren wir aber wieder voll da, in Überzahl glichen wir zum 24:24 (55. Minute) aus. Das Momentum lag auf unserer Seite, wir legten zweimal vor, mussten im Gegenzug aber jeweils den Ausgleich hinnehmen. Die Entscheidung fiel dann zwei Minuten vor dem Ende: Alexander Sauerhoff verwandelte den Strafwurf zum 27:26, nachdem Jan Pippel beim Durchbruch regelwidrig behindert wurde. Altona nahm sein Team-Time-Out und wir schafften es mit viel Einsatz und Leidenschaft in der Abwehr den Gegentreffer zu verhindern. Am Ende parierte Florian Walther, der nach 50 Minuten den starken Alexander Hansal im Tor abgelöst hatte, den finalen Wurf. Gegen die offene Manndeckung erzielte Jan Sell dann kurz vor der Schlusssirene schließlich den Endstand zum 28:26.

Wesentlicher Erfolgsfaktor in diesem intensiven, abwechslungsreichen, spannenden und teilweise hochklassigem Spiel war der große kämpferische Einsatz in der Abwehr und die gelungene Mischung aus Spielwitz und Durchsetzungsvermögen in der Offensive. Insbesondere der mit vier Spielern knapp besetzte Rückraum (Johannes Fischer und Lucas Bergmann waren nicht dabei) spielte zwar am Limit, steckte gegen die physisch überlegene Abwehr der Gäste aber nie auf. Als die SG es nach 45 Minuten schaffte, die Kreise des überragenden Tobias Popp einzuschränken, übernahmen in der Schlussphase Devin von Grolman und Jan Pippel die Verantwortung. Da ließ sich dann auch das eher schwache Überzahlspiel (gegen Altona wurden insgesamt neun Zeitstrafen verhängt) verschmerzen.

Mit fünf Punkten Vorsprung bei noch sechs ausstehenden Spielen haben wir jetzt natürlich alle Trümpfe in der Hand und einen entscheidenden Schritt in Richtung Meisterschaft und Aufstieg zurückgelegt – wir dürfen in den anstehenden Spielen aber keinesfalls die Intensität und den Einsatz zurückschrauben, dazu ist die Liga zu ausgeglichen. Ein spielfreies Wochenende tut uns ganz gut, denn in der Woche darauf warten mit dem TSV Ellerbek 5 (Pokal-Viertelfinale; Anpfiff 20:30 Uhr in Ellerbek) am Donnerstag und der SG Osdorf/Lurup am Samstag (Anpfiff 14:00 Uhr im Böttcherkamp) zwei schwierige Auswärtsspiele auf uns.

Aufstellung: Alexander Hansal, Florian Walther – Tobias Popp (9), Alexander Sauerhoff (6/1), Jan Pippel (6/2), Devin von Grolman (4), Daniel Bialas, Jan Sell, Jelle Grigat (je 1), Bastian Gerhold, Jannik Ralfs, Julian Weiß, Knud Grigat.